Fußball: Neues Führungstrio für den SC Leogang

Neuer Vorstand des SC Leogang Fußball

Die neue Saison bringt für den SC Leogang viele neue Gesichter und sogar einen neuen Vorstand: Drei junge Burschen aus dem Ort bringen frischen Wind in die Führungsetage, ab September werden sie ihr Amt auch offiziell bekleiden. Der Start in die neue Ära kommt durchaus verheißungsvoll daher…

Ein heißer Samstag Anfang Juli, reger Betrieb im Sonnrain-Schwimmbad, am Fußballplatz gerade ein paar Minuten Verschnaufpause zwischen dem Reserve- und dem „Erste“-Testspiel gegen Maria Alm. Die Nummer 4, Hannes Riedlsperger, kommt auf unsere kleine Ansammlung Fußballhungriger zu um ein paar Worte zu wechseln nach einem wilden Vorbereitungsspiel – und auf ihn kommt gleichzeitig auch jemand zu: Eine leicht bekleidete Dame, bester Laune nach einem entspannten Badetag, braucht etwas von ihm. Der Seitenspiegel ihres parkenden Autos musste dran glauben als einer der vielen hohen Bälle von eben vorhin aus dem Gelände geflogen war. Es geht um die Abwicklung mit der Versicherung – ein Formalakt.
Ja, Hannes ist jetzt auch Obmann, leitet die Sektion Fußball. Da ist es nicht weit vom rauen Hinlangen in der Verteidigung bis zur charmanten Intervention abseits des Rasens – aber dazu später mehr.

Während lange Monate ohne Fußball in unserer Gemeinde dem Ende zugehen und wir Coronas Comeback-Plänen diesmal hoffentlich einen „Stich durch die Rechnung“ machen, bereiten sich die Fußballer des SC Leogang schon seit mehreren Monaten auf die Saison 2021/22 vor. Mit Emil Lazzeri konnte frühzeitig ein erfahrener Trainer an Bord geholt werden. Der 49-jährige ehemalige Torhüter besitzt die UEFA-A-Lizenz und ist bestens bekannt im Pinzgauer Amateurfußball.

Hochkarätige Verstärkungen warten auf ihre Debüts

Torhüter ist jetzt der nach überstandener schwerer Verletzung längst wieder fitte Florian de Mas, zugleich Kapitän der wieder jungen Mannschaft, die punktuell hochkarätig verstärkt werden konnte: Schon im Winter zum Kader gestoßen ist Dejan Tosic, der die meiste Zeit seiner Laufbahn in höheren Ligen performt hat.

Und mit Mittelfeldmotor Moritz Gimpl ist dem Klub im Frühjahr sogar noch ein weiterer Coup gelungen. Der 25-Jährige schnürte seine Fußballschuhe unter anderem schon bei Vorwärts Steyr, 2017 wurde er mit Anif Meister in der Regionalliga West. Dass er mit so einer Vita nach seiner kurzen Karrierepause ausgerechnet Leogang auserkoren hat um hier wieder Fuß zu fassen hat freilich viele persönliche Gründe, trägt aber jedenfalls auch der ehrlichen, ambitionierten Ausrichtung unserer Fußballsektion Rechnung.

Vielversprechender Auftakt sorgt für Vorfreude

Zum Pflichtspiel-Einstand vor eigenem Publikum am kommenden Freitag darf sich der Halleiner gleich auf ein Landescup-Spiel gegen die Jungs aus seiner Heimatstadt freuen. Nachdem seine Vorgängervereine in der zweitgrößten Stadt unseres Bundeslandes Geschichte sind, ist der neugegründete Klub der Tennengauer Bezirkshauptstadt aktuell Salzburgs jüngster Fußballverein. Weil das Grün des Steinbergstadions dann noch der Berliner Hertha zur Verfügung stehen muss, wird diese Partie in „Good old Sonnrain“ ausgetragen, Anstoß ist um 18:30 Uhr.

Möglich gemacht hat dieses interessante Zweitrundenspiel der Sieg im ersten richtigen Härtetest der Saison beim USK Piesendorf – Roland Quehenberger, schon den ganzen Juli in Torlaune, besorgte am Freitagabend den 2:1-Siegtreffer.

Das erste Pflichtspiel fand aber bereits eine Woche zuvor beim SV Lend statt, da man sich für die erste Hauptrunde qualifizieren musste. Mag man das Weiterkommen der Rubrik „Pflichtsieg“ zuordnen, so wusste die Art und Weise aber schon zu beeindrucken: Den frühen Rückstand sofort abgeschüttelt, stand am Ende ein 7:1 auf fremdem Platz – sieben Treffer und sechs verschiedene Torschützen, ein unmissverständliches Anzeichen für ein funktionierendes „Getriebe“.

Die Drei vom Vorstand

Für Abläufe, die ineinandergreifen und ganz generell für rosige Aussichten im Verein sorgen auch jene drei jungen Herren, die dieser Monate das Ruder in der Sektion Fußball übernommen haben. Wohlvorbereitet an die Aufgabe herangetastet, leitet das Trio schon seit dem Frühjahr die Geschicke der Kicker*innen.

Neuer Obmann und Nachfolger von Langzeit-„Seki“ Elias Bierbaumer ist Hannes Riedlsperger. Der 25-jährige Leoganger spielt selbst noch aktiv Fußball, möchte einem seiner Vorhaben auf dem Spielfeld Nachdruck verleihen und mit der 1B-Mannschaft auf bestmöglichem Niveau auftreten. In die Fußstapfen von Hansi Obwaller tritt einer, den man das ob seiner langen, verdienten Spielerkarriere zutraut: Martin Bierbaumer wird als Sportlicher Leiter seine Kontakte und Freundschaften einsetzen, die er in seinen vielen Jahren im Amateurfußball gewonnen hat. Als Bindeglied der Beiden fungiert Florian Grill – von seiner Rolle als Stadionsprecher schon vielen bekannt, komplettiert das SCL-Eigengewächs jetzt in der Position des Schriftführers und Obmann-Stellvertreters das neue Vorstandstrio.

Hannes Riedlsperger vom SC Leogang
Obmann Hannes Riedlsperger über das, was wirklich zählt im Leoganger Fußball unter seiner Regentschaft

Rein formell in Amt und Würden gehievt werden die Drei dann bei der Jahreshauptversammlung im September. Mir stand der neue Obmann schon in dieser Woche Rede und Antwort, bei einem Interview anlässlich seines Amtsantritts. Zum Mini-Fotoshooting am Dienstag hatte ich das Trio aber vollzählig vor der Linse – und durchaus auch vollmundig, wie ihr anhand der folgenden Graphiken sehen könnt…

Nach dieser langen Zeit ohne Wettbewerb weiß niemand so genau, wo er steht. Klar ist, dass frei drauflosgespielt werden kann – ohne Abstiegssorgen, mit ambitionierten Zielen. Und mit Klasse-Kickern in den Reihen ist da so einiges vorstellbar…

Er scheut kein Mikro und seine Aufgaben werden mehr und mehr: Florian Grill hat bei den Agenden seiner Vorstandskollegen immer einen Blick drauf und ist die dritte starke Stimme für das Wohl des SC Leogang Fußball.

Interview mit Obmann Hannes Riedlsperger

ChrisTEXT: Hannes, Danke dass du zum kleinen „Pressegespräch“ ins Steinbergstadion gekommen bist und gleich die komplette Vorstandsriege fotogen hierher gerufen hast.
Worauf legt ihr in eurer Vorstandsperiode das Hauptaugenmerk für den Verein?

Hannes: Auf ein gutes Miteinander im Verein, kompetente Nachwuchsarbeit und dass wir die hohe Popularität im Ort auch in Zukunft erhalten.

ChrisTEXT: Gibt es Aspekte bzw. soll es welche geben, in denen sich euer Verein von regionalen Mitstreitern oder Ligakonkurrenten unterscheidet, einzigartig macht?

Hannes: Bodenständigkeit. Wir wollen trotz der sportlichen Erfolge der jüngeren Vergangenheit weiterhin am Boden bleiben und den vielzitierten „Loigoma Weg“ weitergehen. Dazu gehört eine Vielzahl an freiwilligen Helfern und Funktionsträgern, welche uns seit Jahrzehnten tatkräftig unterstützen. Des Weiteren möchte ich bei dieser Gelegenheit gerne die ausgezeichnete Nachwuchsarbeit der letzten Jahre hervorheben.

ChrisTEXT: Angenommen ein Gönner kommt zum ersten Heimspiel und unterstützt euren Verein mit 5.000 Euro für die er keine Gegenleistung verlangt – wie würdet ihr das unverhofft zur Verfügung stehende Geld einsetzen?

Hannes: Nicht anders als die Gelder unser bisherigen Sponsoren und Gönner. Wir sind ein großer Verein mit vielen Mannschaften – Kampfmannschaft, Reserve, Damenmannschaft und sieben Nachwuchsmannschaften – und dadurch fallen natürlich auch dementsprechende Kosten an. Wir möchten die bestmöglichen Voraussetzungen für den Spiel- und Trainingsbetrieb unserer Jungs und Mädels schaffen. Hinzu kommt die Infrastruktur des Steinbergstadions sowie unserer Trainingsplätze, welche wir in Zusammenarbeit mit unserer Gemeinde und dem Hauptverein des SC Leogang laufend instand halten und modernisieren.

ChrisTEXT: Welche Veränderungen möchtet ihr als neues Vorstandsgespann in Angriff nehmen?

Hannes: Hierbei möchte ich mich vorerst für den unermüdlichen Einsatz unserer Vorgänger Elias Bierbaumer und Hansi Obwaller bedanken! Diese beiden Herren brachten den SC Leogang die letzten Jahrzehnte mit Leib und Seele dorthin wo wir heute stehen. Sowohl sportlich als auch infrastrukturell.  Gemeinsam mit meinen Vorstandskollegen Florian Grill und Martin Bierbaumer werden einige Projekte von Zeit zu Zeit in Angriff genommen. Hierzu gehören zum Beispiel ein neuer Webauftritt inkl. Social Media, die Bindung von Spielern, vor allem Nachwuchsspielern, an den Verein sowie ein überarbeitetes Sponsoring-Konzept.

ChrisTEXT: Spiegelt sich Vorstandsarbeit auch auf dem Spielfeld wider, soll es das tun und falls ja: wie stellt ihr euch dieses Abbild in eurer Amtszeit vor?

Hannes: Der sportliche Erfolg steht bei einem Sportclub natürlich im Vordergrund – so ehrlich und ehrgeizig muss man sein. Mit einem engagierten Trainerstab, guter Nachwuchsarbeit und motiviertem Kollektiv darf man auch künftig auf sportliche Schlagzeilen des SC Leogang hoffen.

Am Spielfeld soll sich die nächsten Jahre vor allem die ausgezeichnete Nachwuchsarbeit widerspiegeln. Als Sprungbrett für unsere ambitionierte Kampfmannschaft soll die Reserve in den nächsten Jahren immer mehr an Stellenwert gewinnen. Es freut uns, wenn junge, motivierte „Loigoma“ für den SC Leogang auflaufen.

ChrisTEXT: Um all eure Vorhaben umsetzen zu können, braucht’s bestimmt eine ganze Menge. Gib uns einen Einblick in die Herausforderungen eurer Arbeit: Welche Stakeholder gilt es um den Verein miteinzubeziehen, wie viele Stunden ehrenamtlicher Tätigkeit kommen da pro Woche in etwa zusammen und welche Aufgaben werden von Außenstehenden vielleicht so gar nicht wahrgenommen?

Hannes: Stakeholder wie du sie so schön nennst gibt’s natürlich viele. Neben unserer Vielzahl an Sponsoren und Gönnern ist natürlich die Gemeinde Leogang einer der wertvollsten Partner. Hinzu kommen noch zahlreiche freiwillige Helfer – Platzwartung, Eintritt- und Kantinendamen uvm. – sowie die tatkräftige Unterstützung durch Elias Bierbaumer und Hansi Obwaller, auf die wir weiterhin zählen können.

Die ehrenamtlichen Tätigkeiten des Vorstands in Stunden zu beziffern wäre meiner Meinung nach nicht richtig. Wir sind ein motiviertes Trio und stellen uns gerne dieser neuen Herausforderung. Meine beiden Kollegen sind zusätzlich als Nachwuchstrainer tätig und ich spiele noch aktiv im Verein. Der SCL steht also hoch im Trend bei uns. Um Ernst Happel zu zitieren: „Ein Tag ohne Fußball ist ein verlorener Tag.“

ChrisTEXT: Die heurige Europameisterschaft war ein Turnier des Zeichensetzens, der Symbolik und Gesten. Hat Fußball auch in euren Sphären einen Einfluss auf gesellschaftliche Themen und wenn ja: wie möchtet ihr über den Spielfeldrand hinaus wirken und wahrgenommen werden?

Hannes: Es freut mich, dass der Fußball in Leogang nach wie vor einen großen Stellenwert  hat. Wir konnten die letzten Jahre viele Zuschauer im Steinbergstadion für unseren SC Leogang begeistern. Die gesellschaftlichen Themen sind natürlich in jedem Verein wichtig. Egal ob Musik, Feuerwehr, Landjugend, die anderen Sportsektionen oder weitere Leoganger Vereine: Alle tragen ihren Teil zu unserer einzigartigen Ortsgemeinschaft bei. Wir möchten diese Gemeinschaft am Spielfeld widerspiegeln und die Leoganger Jugend zum Sport bewegen.

>>> Hannes schnürt seine Fußballschuhe und muss los zum Training…

Neue Saison, neues Bier

Das macht doch richtig Lust auf die neue Fußballsaison, nicht wahr? Direkt schade, dass es bis zum ersten Auftritt im Steinbergstadion noch gut einen Monat hin ist – wegen des Sonnberglaufs wurde in Runde eins das Heimrecht getauscht, weshalb es am 31. Juli in Berndorf losgeht. Dann müssen unsere Jungs noch nach Tamsweg, ehe am 21. August beim Heimspiel gegen den ASV Salzburg endlich im Steinbergstadion der Ball rollt.

Kaiser Bier SC Leogang Premium Partner
Der SC Leogang freut sich darauf, ab sofort frisches Kaiser-Bier bei den Heimspielen auszuschenken

Dann aber wird’s was geben – wir haben da noch etwas zu „verzapfen“: Das neue Vorstandsgespann hat nämlich gleich mal einen neuen Bier- und zugleich Premiumpartner an Land gezogen. Ab August wird fassfrisches Kaiser-Bier aus den Zapfhähnen des Steinbergstadions fließen und euch hoffentlich bestens munden. Mit Norbert Kühar, dem Gebietsleiter der Brau-Union, einigte sich unser Obmann sogar auf eine Kooperation im größeren Stil, welche die Präsenz der Marke Kaiser auf der Spielkleidung und auf neu geschaffenen Werbeflächen an den Betreuerbänken beinhaltet.

Ihr merkt schon: Da tut sich was! Freut euch auf die neue Fußballsaison, denn vielleicht heißt es an deren Ende ja sogar

„Hast ein Kaiser, wirst ein Meister!“